Die Kirche ist langweilig und hat ein schlechtes Image

Leider denkst nicht nur du so, sondern viele Menschen und leider auch viele Kirchenmitglieder sind der Meinung, dass die Kirchen verstaubt, langweilig und rückständig sind.

Aber hast du dich schon mal ganz konkret gefragt, was du als langweilig oder rückständig empfindest? Es ist nur logisch, dass jeder Mensch auch bei der Art des Gottesdiensten einen eigenen Geschmack hat. Das ist wie beim Einkaufen – dem einen gefällt das schrille Hawaiihemd mit dem bunten Blumenprint und der Nächste bevorzugt den gediegenen Anzug. Dass es auch unter Gemeindemitgliedern verschiedene Geschmäcker gibt ist nur natürlich.

Liegt es vielleicht daran, dass dir ein bestimmtes Angebot in deiner Gemeinde fehlt? Hättest du gerne hin und wieder einen Jugendgottesdienst oder fändest du eine Band oder ein Theaterstück im Gottesdienst toll? Dann werde doch selber aktiv! Unter den anderen Gemeindemitgliedern findest du sicher viele, die sich ebenfalls für deine Idee begeistern können. Und an Engagement fehlt es meist auch nicht. Oder schließt euch mit mehreren Gemeinden zusammen und plant gemeinsam. So entstehen spannende Projekte und viele neue Bekanntschaften.

Eine weitere Option für dich ist natürlich der bewusste Gemeindewechsel. Wenn deine jetzige Gemeinde dir von der Liturgie, der Musik usw. so gar nicht gefällt, schau dich doch einfach mal in deiner näheren Umgebung um. Sicher gibt es eine Gemeinde, die deinen Vorstellungen entgegenkommt. Du magst es eher klassisch, mit Orgel und Liedern von Bach? Dann sind die Landeskirchen eine gute Wahl. Oder magst du modernen Worship? Dann halte doch mal Ausschau nach einer charismatischen Freikirche.

Ich habe ein Problem mit der Kirchensteuer

Die Kirchensteuer ist seit Jahren ein Streitpunkt und wird es vermutlich auch noch längere Zeit bleiben. Wenn du jeden Monat Geld an die Kirche zahlst, aber ihre Angebote nicht nutzt, ist es klar, dass du dir jetzt überlegst, ob du dein hart verdientes Geld nicht für andere Dinge ausgeben könntest.

Und was macht die Kirche eigentlich mit dem ganzen Geld?

Nach den Skandalen von Protzbauten der Kirche ist es klar, dass du dir Gedanken machst, ob die Kirche mit deinem Geld vertrauenswürdig umgeht. Deshalb hier ein kurzer Überblick über die Verwendung der kirchlichen Gelder.

Was passiert mit meinem Geld in der Evangelischen Landeskirche?

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat es sich ganz klar zum Auftrag gemacht das Evangelium in Wort und Tat zu verkündigen und die Menschen seelsorgerisch auf ihrem Lebensweg zu begleiten. Die meiste Arbeit findet viel von Mensch zu Mensch statt und ist deshalb sehr personalintensiv. Deshalb gehen über 80% des Haushalts der EKD an die Pfarrerinnen und Pfarrer sowie alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Außerdem nutzt die Kirche deine monatlichen Zahlungen auch für Aus- und Fortbildungen, Schulen und Akademien, Jugend- und Frauenarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Publizistik, Mission, Ökumene, Entwicklungshilfe und Hilfe für Kirchen in den neuen Bundesländern.

Ein sehr wichtiges Feld, für das die Kirchensteuer verwendet wird, ist die Diakonie. Für die EKD gehört Nächstenliebe zum Selbstverständnis, weshalb sie Kindergärten, Diakonie- und Sozialstationen, Krankenhäuser und Altenheime sowie Einrichtungen für Suchtkranke unterstützt.

Ein wichtiger Punkt sind auch die Gebäude. Vielleicht gehört bei einer Stadtbesichtigung ja auch für dich der Besuch der örtlichen Kirchengebäude fest dazu. Diese Gebäude bleiben aber nur so schön und sehenswert, weil die Kirche die regelmäßigen Zahlungen bekommt, um die notwendigen Bau- und Renovierungsmaßnahmen vornehmen zu können. Ohne die Kirchensteuer gäbe es bald viele marode Kirchengebäude.

Jetzt fragst du dich vielleicht, wie viel du eigentlich zahlst und wie jemand das finanzieren soll, der selber wenig oder gar kein Geld verdient. Die Kirche soll sich doch um die Armen kümmern und sie nicht zur Kasse bitten.

Nennenswert ist, dass die EKD 8 -9 % der Lohn- oder Einkommenssteuer erhält. Das bedeutet natürlich, dass Schüler, Studierende, Nichtverdiener, Sozialhilfeempfänger und fast alle Rentner von der Steuer befreit sind. Allerdings werden diese Kirchenmitglieder gebeten, auch einen kleinen Beitrag zu leisten. Dieser ist gering und von Bundesland zu Bundesland verschieden. Allerdings fallen nicht mehr als maximal 3,60 Euro jährlich an Mindestbeitrag an. Wie du sehen kannst muss niemand hungern, weil er Mitglied in der EKD ist.

Dir ist aber noch nicht klar, warum du nicht dann zahlen kannst, wenn du Geld übrig hast, sondern dir auch dann Geld abgezogen wird, wenn du grade Weihnachtsgeschenke kaufen muss oder dein Dach neu gedeckt wurde.

Du hast sicher schon mitbekommen, dass der Staat für die Mitgliedschaft in einer Freikirche kein Geld abbucht. Diese Kirchen finanzieren sich über die Spenden ihrer Mitglieder, die allerdings ebenfalls ähnlich hoch und auch regelmäßig erbeten werden, wie es in der EKD der Fall ist. Problematisch dabei ist, dass eine versprochene Zahlung eben auch ausbleiben kann. Häufen sich solche ausbleibenden Zahlungen, kann das für eine Gemeinde sehr schwierig werden. Eine genaue Planung ist kaum möglich.

Die Kirchensteuer erleichtert der EKD somit die Planung. Es kann errechnet werden, wieviel Geld jedes Jahr verfügbar sein wird. Es ist eine sichere Finanzierungsgrundlage und gewährleistet die Unabhängigkeit der Kirche in höherem Maß als wenn sie auf Spenden oder ihr eigenes Vermögen angewiesen wäre.

Außerdem ist die Kirchensteuer „fair“. Es gibt in Deutschland „reiche“ und „arme“ Gemeinden. Wer viele Mitglieder hat, wäre im Vorteil, wenn die Finanzierung auf Spendenbasis basieren würde. Da die EDK die eingenommenen Gelder jedoch gerecht auf alle Gemeinden verteilt, ist es möglich, dass überall ein breitgefächertes kirchliches Angebot vorhanden ist.

Weitere Infos zur Kirchensteuer in der Evangelischen Kirche in Deutschland findest du auf ihrer Webseite.

Was passiert mit meinem Geld in der Katholischen Kirche?

Die katholische Kirche hat einen dreifachen Auftrag: Seelsorge, Gottesdienst und Caritas. Und genau für diese Dinge verwendet sie auch die Kirchensteuer, die momentan mehr als fünf Milliarden Euro beträgt.

Klingt das für dich nach einer riesigen Summe? Da kann die Kirche doch sicher noch richtig viel auf die „Hohe Kante legen“, denkst du? Leider sieht die Welt ganz anders aus. Nur rund 80% aller Kosten können durch die Kirchensteuer überhaupt gedeckt werden. Dazu kommen in geringem Umfang noch Spenden sowie Gelder aus Stiftungen und Kollekten.

Natürlich bekommt die Katholische Kirche auch Mieten und Pachten für ihre Gebäude. Aber alte Gebäude haben es so an sich, dass sie immer wieder mal hier und da bröckeln und regelmäßig renoviert werden müssen. Wie bei allen alten Gebäuden ist es auch bei den Gebäude im Besitz der Katholischen Kirche so, dass die oft alten Gebäude fast immer mehr Geld kosten als sie einbringen.

Sicher kennst du eine soziale Einrichtung, die von der Katholischen Kirche getragen wird, oder? Es sind nämlich ziemlich viele. Mit ihren Gelder und einer Unterstützung durch den Staat setzt sich die Kirche in Deutschland für Schulen, Weiterbildungseinrichtungen, Kultur, Seelsorge, zum Beispiel in Krankenhäusern oder Gefängnissen, sowie Kindergärten, Hospize und die Obdachlosenhilfe ein. Dazu verwendet sie auch Gelder aus der Kirchensteuer. Eine wichtige Arbeit in vielen Bereichen, findest du nicht auch?

Und hast du schon mal darüber nachgedacht, woher die Priester eigentlich ihr Gehalt beziehen? Auch die Versorgung der Priester sowie aller Mitarbeiter in katholischen Einrichtungen, Gemeinden, den Medien und der Verwaltung finanzieren sich aus dem Geld, das du der Kirche jeden Monat zahlst. Besonders wichtig ist auch die Versorgung der Pensionen, die die einzelnen Bistümer aus ihren Rücklagen bezahlen müssen. Immerhin gehen auch Priester, Bischöfe und sogar Päpste mal in Rente und wollen ihren Lebensabend ohne Geldsorgen verbringen.

Jetzt fragst du dich vielleicht noch wieviel Geld du eigentlich abgeben musst. Die Katholische Kirche bekommt vom Staat automatisch 8-9 % deiner Lohn- und Einkommenssteuer übertragen.

Natürlich gilt das nur, wenn du auch ein Einkommen hast. Geringverdiener, Arbeitslose, Kinder, Schüler, Studierende sowie Ordensleute und Rentner sind von der Kirchensteuer ausgenommen, da ihre Einnahmen zu gering sind, um noch etwas abgeben zu können. Die Katholische Kirche möchte natürlich nicht, dass einige ihrer Mitglieder wegen der Kirchensteuer nichts zu Essen auf dem Tisch haben.

Damit aber jeder die Dienste der Kirche zu schätzen weiß, zahlen alle volljährigen Kirchenmitglieder, die mehr als das Existenzminimum verdienen, zumindest einen geringen Beitrag, das Allgemeine Kirchengeld. Je nach Einkommen schwankt es zwischen 24, 48 und 72 Euro pro Jahr.  Das ist doch mal fair, oder? Und Allgemeines Kirchengeld hat auch weniger den negativen Touch von Steuer.

Vielleicht denkst du dir jetzt, dass du als Großverdiener ja ziemlich arm dran bist. Wer viel verdient, muss ja viel zahlen. Keine Sorge, denn in allen Bistümern außerhalb von Bayern können Großverdiener eine Kappung der Kirchensteuer auf maximal 3,5 % ihres Einkommens erhalten. Du wirst also nicht von einem reichen Mann zu einer armen Kirchenmaus, obwohl du viel arbeitest und ein gutes Gehalt hast.

Wenn die Kirche aber gar nicht so viel Geld bekommt, wie sind dann Protzbauten wie in Limburg möglich? Zum Glück sind solche Fälle wie in Limburg eine absolute Ausnahme. Denn der Bischof einer Diözese kann nicht alleine über Verwendung der Kirchensteuer entscheiden. Der jeweilige Steuerrat verabschiedet den Haushaltsplan und kontrolliert auch die Verwendung der Gelder. Sich als Priester mal eben eine vergoldete Badewann aufstellen zu lassen, geht also nicht.

Aber warum Kirchensteuer und keine Spenden? Das ist eine gute Frage, die eine ganz simple Antwort hat: Unabhängigkeit. Die Kirche wird durch die Steuer unabhängig vom Staat. Natürlich ist es auch gut, wenn man planen kann, wie viel Geld im nächsten Jahr in der Kasse sein wird. Die Kirchensteuer gibt der Katholischen Kirche die Möglichkeit ihre Einnahme sinnvoll zu kalkulieren. Ein weiteres Argument ist die Unbestechlichkeit.

Ein weiteres Argument ist die Unbestechlichkeit. Spenden sind an sich natürlich eine gute Sachen, aber schnell entstehen da auch mal Verhältnisse, dass Gemeindemitglieder, die Großspenden tätigen, bei Entscheidungen bevorzugt behandelt werden. Das soll verhindert werden, indem alle Mitglieder die gleichen Beträgen bezahlen.

Übrigens sind die Mitglieder der Freikirchen nicht fein raus. Diese Kirchen finanzieren sich über die Spenden ihrer Mitglieder, die allerdings ebenfalls ähnlich hoch und auch regelmäßig erbeten werden, wie es in der Katholischen Kirche der Fall ist. Problematisch dabei ist, dass eine versprochene Zahlung eben auch ausbleiben kann. Häufen sich solche ausbleibenden Zahlungen, kann das für eine Gemeinde sehr schwierig werden.

Zusammenfassend kann für die Katholische Kirche festgehalten werden: Die Kirchensteuer ist gerecht, da sie sich immer am Einkommen orientiert.

Du möchtest noch einen abschließenden Grund, warum du auch weiterhin Kirchenmitglied bleiben solltest, obwohl du dafür Geld bezahlen musst? In anderen Vereinen zahlst du ja auch regelmäßig einen Beitrag. Was nichts kostet ist auch nichts wert, sagt man. Die Katholische Kirche übernimmt zudem eine wichtige soziale und kulturelle Funktion in unserer Gesellschaft.

Übrigens spart die Kirche auch schon viel Geld ein, da sie eine Heimat für viele Ehrenamtliche ist. Bis zu vier Millionen unentgeltliche Arbeitsstunden leisten zahlreiche Ehrenamtliche jedes Jahr bei der Unterstützung von Bedürftigen, besonders da, wo auch der Sozialstaat an seine Grenzen stößt. Das hilft nicht nur den betroffenen Menschen, sondern auch dem Staat und damit auch dir als Steuerzahler. Der Staat spart durch diese Freiwilligen und ihre Arbeit jedes Jahr bis zu 11 Milliarden Euro.

Auf der Webseite der Katholischen Kirche findest du weitere Informationen dazu.

Lokale Probleme innerhalb der Gemeinde

In christlichen Gemeinden treffen viele verschiedene Menschen aufeinander. Wenn unterschiedliche Generationen, Nationen und Meinungen zusammenkommen, führt das immer wieder zu Herausforderungen. Da sind Christen keine Ausnahme. Allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied. Die Gemeinde hat ein gemeinsames Fundament und verfolgt ein Ziel: Jesus Christus. Diese Basis macht Versöhnung und Vergebung möglich. Denn das ist die Botschaft des Evangeliums.

Das bedeutet nicht, dass Streit vor der Kirchentür Halt macht. Aber der Umgang mit Konflikten sollte sich deutlich von anderen Gruppen und Vereinen unterscheiden.

Was tun, wenn es zum Konflikt innerhalb der Gemeinde kommt?

WICHTIG: Wir sollten niemals Gott und die Menschen gleichstellen! Verletzungen sind leider keine Seltenheit in zwischenmenschlichen Beziehungen. Doch bei Gott müssen wir keine Angst haben, enttäuscht, abgelehnt oder nicht ernst genommen zu werden. Wenn du mit Jesus lebst, darfst du dich in jedem Moment deines Lebens unbeschreiblich geliebt wissen. Er wird sich nicht plötzlich von dir abwenden, genervt von dir sein und den Kontakt abbrechen. Gott ist treu. Und seine Treue bleibt für immer. Das gilt allerdings nicht für Menschen. Auch nicht für Geistliche und Gemeindemitglieder. Sie sind ebenso wenig fehlerlos wie du. Und das ist das Problem. 

Probleme mit dem Pastor/Pfarrer/Priester

„Ich fühle mich missverstanden, übergangen oder ungerecht behandelt.“

Vielleicht möchtest du aus der Kirche austreten, weil du mit dem leitenden Pastor deiner Gemeinde nicht glücklich bist. Es könnte sein, dass du persönlich eine Erfahrung mit ihm gemacht hast, die dich verletzt hat. Möglicherweise fehlt ihm das Feingefühl oder er hat nie genug Zeit, weil es noch viele andere Mitglieder in der Gemeinde gibt, die seine Hilfe benötigen. Pfarrer haben eine große Verantwortung vor Gott und den Menschen, aber das bedeutet nicht, dass sie niemals Fehler machen. In den meisten Fällen hilft ein ehrliches, klärendes Gespräch. Es kann sehr gut sein, dass dein Pfarrer sich gar nicht bewusst ist, wie sehr dich eine Aussage getroffen hat. Vielleicht hat er sich einfach unglücklich ausgedrückt oder es handelt sich um ein Missverständnis. Es ist gut, wenn ihr einander eure Standpunkte erklären könnt.

„Der Pfarrer predigt nicht-biblische Inhalte, hetzt in der Predigt gegen andere Konfessionen/Religionen oder nimmt politischen Einfluss auf die Gemeinde.“

Evangelische Kirche in Deutschland: Wenn du eine Kirche besuchst, die zur EKD gehört, kannst du dich an den Superintendenten, den Propst oder das Kirchenamt wenden.

Katholische Kirche: Bist du Mitglied in einer katholischen Kirche, gibt es die Möglichkeit, das Problem beim Bistum oder Bischofsamt anzusprechen.

Freikirche: Gehörst du einer Freikirche an, kannst du das Gespräch mit dem Vorstand der Gemeinde suchen oder auch mit dem zuständigen Bund der Gemeinde, z.B. FeG.

Probleme mit Gemeindemitgliedern

Obwohl gläubige Christen dieselbe Basis haben, kann es trotzdem zu Unstimmigkeiten zwischen den Gemeindemitgliedern kommen. Unterschiedliche Persönlichkeiten, Ansichten, Geschmäcker, Begabungen und kulturelle Hintergründe treffen aufeinander. Das ist gut so, denn Gottes Gemeinde ist international und sehr vielfältig. Jeder einzelne Christ gehört als wichtiger Bestandteil dazu. Die Bibel vergleicht die Gemeinde mit einem menschlichen Körper. Jedes Glied, jedes Organ wird benötigt, damit der Körper richtig funktionieren kann (2.Korinther 12,12-27). Das bedeutet, dass all die Unterschiede sehr wertvoll sind. Nicht die Unterschiede sorgen letztendlich für Konflikte, sondern die Sünde in den Menschen.

Vielleicht hast du genau das erlebt. Missverständnisse, fehlende Sensibilität, Kritik und Verurteilung lasten auf dir und alles, was du dir wünschst, ist, diese Menschen nicht wiedersehen zu müssen. Die Lösung?

Natürlich kannst du die Flucht ergreifen und aus der Kirche austreten. Allerdings sollte diese Option erst dann genutzt werden, wenn es wirklich keine andere Möglichkeit gibt. Viele Probleme lassen sich lösen – schneller als wir oft denken. Suche das Gespräch mit den betreffenden Leuten und bitte vielleicht auch eine dritte, neutrale Person, euch zu unterstützen. Das können der Pfarrer oder jemand aus dem Vorstand sein, aber auch ein anderes Gemeindemitglied eures Vertrauens. Formuliere dein Anliegen ehrlich, aber sachlich und nimm dir Zeit, auch auf den Standpunkt der anderen zu hören. Wenn du versuchst, das Problem äußerlich  zu verbergen und dich innerlich weiter ärgerst, wird es dir selbst am meisten schaden.

Sollte es nach allen ernsthaften Bemühungen und Gesprächen immer noch keinen Ausweg für dich geben, hast du immer noch die Möglichkeit, dich nach einer anderen Gemeinde umzusehen und dich dorthin überweisen zu lassen – ohne aus der Kirche auszutreten.

Wir haben für dich recherchiert, wie du in deiner Region aus der Kirche austreten kannst. Wir empfehlen dir, vorher an Gott eine ganz einfache Frage zu stellen: Wenn es ihn gibt, wird er antworten.