Vielleicht glaubst du nicht an Gott, aber Gott glaubt an dich. Und er glaubt nicht nur an dich: Er liebt dich! Und zwar nicht für deine guten Leistungen, sondern unabhängig von dem, was du getan oder nicht getan hast. Denn Gott IST Liebe und diese Liebe gilt jedem einzelnen von uns (vgl. Die Bibel: 1. Johannesbrief 4,16+19). Er möchte das Beste für uns alle (vgl. Jeremia 29,11). Ein Leben gemeinsam mit Gott ist lebenswert (vgl. Johannes 10,10)! Doch wie kann man diesen guten Gott kennen lernen?

Was ist eigentlich christlicher Glaube?

Wenn du auf dieser Website gelandet bist, suchst du einen Weg heraus aus der Kirche – und da hast du vollkommen recht: Ohne Gott macht Kirche keinen Sinn. Aber falls es Gott gibt, würde das alles ändern. Dann kannst du ihn direkt fragen und er antwortet. Wie in jeder anderen normalen Beziehung.

„Gibt es dich wirklich?“ Vielleicht möchtest du dem noch anfügen: „Dann komm und hilf mir. Mir fehlt so vieles, insbesondere Antworten auf wichtige Fragen. Wenn es dich gibt, dann zeig dich mir. Ich bin offen für dich.“ Wer so ehrlich und direkt mit Gott spricht, wer Gott aufrichtig sucht, der wird eine Antwort von ihm erhalten. Das verspricht die Bibel in Matthäus 7,7. Probier es einfach aus. Verlieren kannst du nix, gewinnen kannst du alles.

So spricht Gott

Wir alle haben jederzeit Zugriff auf Gottes Wort, die Bibel. Darin findet man das, was Gott jedem von uns mitteilen möchte, das, was Gott speziellen Menschen mitgeteilt hat, und viele Informationen darüber, wer und wie Gott ist. In der Bibel zu lesen kann spannend und informativ sein. Und es bringt einen auf jeden Fall Gott näher.

Gott antwortet ganz unterschiedlich. Er kann in Form von Gedanken sprechen, die uns plötzlich in den Sinn kommen. Plötzlich taucht dann ein Gedanke auf, der nicht von uns selbst stammt und uns fast schon „fremd“ erscheint. Natürlich ist nicht jeder solcher Gedanken immer von Gott, es gilt diese Gedanken zu prüfen.

Gott spricht auch durch seine Schöpfung, wir müssen nur die richtigen Fragen stellen. Wenn wir spazieren gehen und die Landschaft und Tiere darin bewundern, dann können wir fragen: „Was hat mir dieses Blatt, was hat mir dieses Reh über unseren Schöpfer zu sagen?“ Vielleicht fällt uns auf, dass das Blatt detailliert und sorgfältig erschaffen wurde und das Reh ebenso. Wir haben also einen detailverliebten, kreativen Gott. Ob wir nun glauben, dass sein Wort einen Urknall auslöste und sich danach alles von selbst entwickelt hat oder ob wir glauben, dass Gott die Schöpfung aktiver gestaltete – es ist möglich, Gott durch die Natur zu entdecken.

Auch durch Menschen kann Gott zu uns sprechen. Manchmal passiert es, dass wir Gott eine Frage stellen und plötzlich kommt jemand auf uns zu und beantwortet direkt oder indirekt genau das, was wir wissen wollten. Es gibt die Geschichte von einem Mann, der von Gott den Gedanken eingeimpft bekam, dass er mitten in der Stadt einen Handstand machen sollte. Er fragte sich natürlich, ob er nun verrückt geworden sei. Doch der Gedanke ließ ihn nicht mehr los und so tat er einfach, was er meinte von Gott zu hören. Was er nicht wusste: Eine Frau, die mitten in der Stadt wohnte, wollte sich das Leben nehmen. Sie sagte zu Gott: „Wenn es dich gibt und ich mich nicht umbringen soll, dann mach, dass vor meinem Fenster jemand einen Handstand macht.“ Und so stand sie am Fenster und was geschah? Ein Fremder vollbrachte einen Handstand unter ihrem Fenster. Solche Geschichten gibt es viele. Und wir sind der festen Überzeugung, dass auch du Gott erleben kannst, wenn du dich auf ihn einlässt.

Das Drama

Es könnte alles so einfach sein. Der christliche Glaube ist eine wahre, wunderbare Geschichte. Genauer gesagt die Liebesgeschichte zwischen Gott und uns Menschen. Aus Liebe heraus wurden wir von dem, der Liebe ist, erschaffen, um in Beziehung zu ihm zu leben. So weit, so gut. Doch da gibt es ein Problem: Diese Geschichte ist ein Drama. Denn wir leben heute von unserem Gott getrennt. Es gibt nur einen Ausweg aus diesem Dilemma: Jesus Christus. Doch was bedeutet das genau für dich?

Wir sind von Gott getrennt

Sünde ist in erster Linie schlimm für uns selbst, weil wir das Wesentliche damit verpassen: Das erfüllte Leben mit Gott, zu dem wir geschaffen sind. Sünde bedeutet soviel wie: „Am Ziel vorbei.“ Denn der Sinn unseres Lebens ist die Liebesbeziehung zu Gott, die durch Sünde blockiert wird (vgl. Jesaja 59,2). Wir wollen nichts mit Gott zu tun haben und wenden uns gegen ihn. Das ist der Zustand, in dem sich jeder von uns ohne Jesus Christus befindet (in 1. Mose wird erklärt, wie es dazu kam). Und die Konsequenz ist letztlich der Tod, die ewige Trennung von Gott. Manch einer versucht durch eigene Leistung etwas wie ein ewiges Leben zu erarbeiten oder sich zu verdienen. Doch solche Bemühungen sind zum Scheitern verurteilt. Die Bibel sagt uns: Der einzige Weg zurück in eine Liebesbeziehung mit Gott und gleichzeitig der Weg zum ewigen Leben, ist Jesus selbst (vgl. Johannes 14,6).

Warum Jesus wichtig ist

Erst als Gott selbst in Jesus Mensch wurde, sündlos lebte und ans Kreuz von Golgatha genagelt starb, wurde der Weg zu einer persönlichen Beziehung zu Gott wieder frei. Am Kreuz nahm Jesus – der unschuldige, perfekte Gott – die Strafe, die eigentlich wir aufgrund unserer Sünde verdient hätten, auf sich. Und dann geschah das Wunder von Ostern: Jesus blieb nicht im Grab, sondern er besiegte den Tod, er besiegte die Sünde und wurde nach drei Tagen wieder lebendig. Das klingt nach einem Fantasy-Film, aber nicht nach der Realität? Wie wäre es mit: Wenn es den lebendigen Gott gibt, der das ganze Universum regiert, wie könnte dieser nicht in der Lage sein, den Tod zu überwinden?

Jeder, der an Jesus Christus und dieses unbeschreiblich große Opfer, das er für uns brachte, glaubt, darf das Wunder der Rettung erfahren. Rettung vor der Sünde und dem ewigen Tod. Jesus verspricht, dass er unsere Last und Schuld für uns trägt und wir einfach so zu Gott kommen können wie wir sind. Diese bedingungslose Liebe verändert uns und wir können endlich das Leben führen, für das wir ursprünglich geschaffen wurden: eine Liebesbeziehung mit Gott. So kann aus der Geschichte des christlichen Glaubens eine individuelle Liebesgeschichte werden.

Im Alltag mit Jesus leben

Wer daran glaubt, Jesus als Retter erkennt und das mit seinem Wort bezeugen kann, der ist wirklich gerettet (vgl. Römer 10, 9-10). Jesus hat uns also vor dem Gericht Gottes, das wir eigentlich durch unsere Sünde verdient hätten, gerettet. Wir sind frei, wenn wir diesen Tausch eingehen! Wenn das nicht Grund zur Freude ist… Es ist wunderbar zu wissen, dass wir keine Schuld mehr haben, wenn unser Gewissen uns anklagt und wir uns schämen. Wir können die Last direkt bei Jesus ablegen und anderen vergeben, weil ihre Schuld auch getragen ist. Das bietet die Möglichkeit auf ein Leben voller Leichtigkeit. Natürlich gelingt es nicht immer sofort, so frei zu sein. Wie viele Christen leben mit Selbstanklage oder Unversöhnlichkeit? Doch eigentlich ist Jesus die Lösung für diese Probleme und je länger und intensiver man mit Jesus lebt, desto freier wird man auch.

Und was hat das alles mit Kirche zu tun?

Als Jesus Christus als Mensch auf dieser Welt lebte, sagte er voraus, dass eine Gemeinde entstehen würde. Im Neuen Testament, dem zweiten Teil der Bibel, ist die „Braut Christi“ eine Metapher für die Gemeinde. Es geht darum, dass Jesus eines Tages noch einmal auf diese Welt kommen wird, diesmal als Richter, um seine Braut zu holen: Also für die gläubigen Christen, die in Beziehung zu ihm stehen. In einer Beziehung, die so intim ist wie die zu einem Ehepartner. Und seine Braut ist durch seinen Tod und seine Auferstehung bereits vor dem Gericht Gottes gerettet. Dem Gericht, das jedem Menschen von Natur aus wegen der Sünde entgegenblickt.

Die Beziehung zu Gott kann man viel besser leben, wenn man sie mit anderen Gläubigen teilt. Eine gute Gemeinschaft bedeutet Unterstützung und Wegweisung für jeden, der in ihr lebt. Die Liebe, die Gott uns schenkt, sollen wir mit anderen teilen (vgl. Markus 22, 29-32). Jesus sagte voraus, dass andere seine Nachfolger, also die, die an ihn glauben, an dieser Liebe zueinander erkennen werden (vgl. Johannes 13,35). Es geht dabei also nicht nur um ein nettes Gemeindeleben, sondern auch um alle, die durch diese gelebte Liebe erkennen wie gut Gott ist und beginnen, nach ihm zu suchen.

Natürlich besteht jede Kirche aus Menschen, die alle fehlbar sind. Deshalb kommt es auch innerhalb der Kirche zu Sünde und Problemen, weil wir alle nicht perfekt sind. Doch es lohnt sich dennoch Teil der Kirche zu sein. Hier wird das Wort Gottes gepredigt und man erfährt Liebe und Wertschätzung. Es gibt viele verschiedene Gemeinden. Jeder von uns hat die Möglichkeit eine Gemeinde zu finden, in der er sich aufgehoben fühlt. Die Kirche ist auch Träger verschiedenster sozialer Projekte und gestaltet damit unsere Gesellschaft mit. Vielleicht weißt du gar nicht so genau, wofür deine Kirche sich einsetzt? Das kann sich sicherlich durch ein wenig Zeit und Recherche ändern lassen. Oder frag direkt bei deinem Pastor nach. Vielleicht gewinnst du einen neuen Blickwinkel auf deine Gemeinde.